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Antifaschismus

Wir Jusos wenden uns in ganz besonderem Maße gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus, da sich diese Meinungen nicht mit einer sozialistischen, gerechten und feministischen Gesellschaftsform wie wir sie anstreben zu vereinbaren sind.

Wichtig ist es, festzuhalten, dass Rechtsextremismus nicht nur auf die rechten Parteien abzuwälzen ist, sondern das Potenzial von Extremismus und Rassismus in unserer Gesellschaft viel höher ist als angenommen. Besonders gefährlich sind auch rechtsextreme oder rechtsgerichtete Burschenschaften. In diesen Studentenverbünden versuchen rechtsextreme Studierende und angehende Akademiker mit fremden –und gesellschaftsfeindlicher Gesinnungen die Gesellschaft von einflussreichen Positionen zu verändern.

Besonders zu beachten sie die immer stärker werdenden Freien Kameradschaften. Diese kapseln sich immer mehr von der typischen NS-Verherrlichung abzukapseln und eine moderne rechtsextreme Kultur zu leben und an die Gesellschaft weiterzugeben. Die „modernen Nazis“ beschäftigen sich mit politischen Feldern wie der Sozialpolitik und insbesondere auch der Globalisierungspolitik. Diese neue Art des Faschismus ist für viele Bürgerinnen und Bürger schwer von antifaschistischen Organisationen zu unterscheiden, da diese oftmals ähnliche politische Arbeit leisten.

Aber nicht nur in der Arbeitsweise nähren sich die Rechten immer mehr der Mitte der Gesellschaft an, sondern auch in ihrem Kleidungsstil. Dem „traditionellen Nazi“ in Bomberjacke, Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln und einem kahlrasierten Kopf wird von immer mehr Faschisten abgesagt. Das Ziel der rechten Vereinigungen ist es in die Gesellschaft einzudringen und dieser von innen zu schädigen, sodass die meisten sich immer unauffälliger kleiden. Zu diesen Änderungen gehören allerdings längst nicht nur Jeans und unauffällige Poloshirts, sondern erweitern viele Nazis ihr Kleiderschrank auch mit ganz normalen Anzügen und aktueller Mode.

Wir, die Jusos, versuchen jegliche Versuche der Faschisten, die deutsche Geschichte zu verfälschen zu verhindern. Eine solche Verfälschung oder teilweise auch Umdeutung wird durch „Heldengedenktage“ für einflussreiche Wehrmachtssoldaten und Offiziere betrieben.

Desweiteren stört es uns immens, dass rechtsextreme Parteien wie zum Beispiel die NPD, DVU und die Republikaner immer wieder auf den Wahlzetteln der Landeswahlen zu finden sind und diese teilweise sogar in ein Landesparlament einziehen und dort aktiv Politik betreiben können. Wir fordern ein sofortiges NPD-Verbot, da das Gedankengut nicht mit den Grundrechten unseres Landes kongruent ist.

Für uns gilt:
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
 

 

 
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